Mountainbike Tour, August 2017

Aus 2 mach 1

Aus unserer diesjährigen, zweitägigen Bike-Tour wurde – schwuppdiwupp – eine eintägige Tour.
Auch sehr schön!

Diesmal wurde wieder die Flexibilität der ganzen Gruppe auf die Probe gestellt. Bereits am Vorabend war leichte Ungeduld zu verspüren, da vor unserer Tür bis spät in die Nacht hinein heftige Gewitter nieder gingen.

Die Tour umplanen oder nicht? Gibt’s für so etwas keinen Hellseher-Kurs am Wifi?
 
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Wir hielten uns alle Optionen offen und starteten am Samstag etwas früher als geplant mit vollem Marschgepäck für zwei Tage. An dieser Stelle sei lobend erwähnt, das alle Teilnehmer einen vorbildlich gepackten Rucksack dabei hatten. Vom Rucksackvolumen her war uns die lange Tour nicht anzusehen, nur hie und da konnte man ein paar verräterische Flip-Flops an der Aussenseite eines Rucksacks baumeln sehen.
 
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Drückend schwül war es auf den ersten Kilometern Fahrt Richtung Rannach. Die Augen immer wieder prüfend zum Himmel gerichtet ließ sich vorerst nicht sagen, ob die vorhandenen Wolken bereits die prognostizierten Gewitter ankündigten oder die Reste der nächtlichen Störenfriede waren. Bald stellte sich heraus, dass es sich um zweiteres handelte und es klarte immer mehr auf. Richtung Schöckl-Nordlift wurde die Luft etwas trockener und auch kühler, Gottseidank.
Die geplante Rast verzögerte sich etwas, da die beiden ersten Labestationen leider Betriebsurlaub hatten. Beim Jägerwirt hatten wir dann aber doch Glück und genossen was das Haus zu bieten hatte.
 
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Dabei wurden auch die Weichen für den weiteren Tourenverlauf gestellt, nämlich das Quartier endgültig storniert und auf einen Tag verkürzt. Hauptgrund waren die für Sonntag Vormittag angesagten Gewitter. Etwas Regen wäre kein Thema gewesen, aber Gewitter auf einem Höhenweg – No Way!

„Nass wird’s auf jeden Fall, entweder von oben oder im Teich!“ hat am Samstag Abend noch jemand gemeint – es sollte anders kommen.

Es wurde nämlich immer schöner, der Untergrund war zwar feucht, von durchweicht aber keine Spur. Echte Quellwolken waren nicht zu sehen und auch die Temperatur blieb im erträglichen Bereich.
So radelten wir munter weiter Richtung Teichalm bis wir kurz vor Erreichen der Alm gemeinsam noch einmal beratschlagten und umkehrten. Zugegeben, wir glaubten nicht so recht daran, dass das Wetter tatsächlich halten würde und die Aussicht auf Menschenmassen am Teich und ausschließlich Anstiege nach der Pause waren auch nicht das, was man unbedingt braucht. Deshalb zurück zum zuletzt gesehenen Gastgarten und die Sonne genießen.
 
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Ein paar feine Trails hatten wir schon intus, die geplanten Tageskilometer auch schon, die weitere Planung konnten wir also entspannt angehen. Schließlich war noch genug Zeit und ein wetterbedingter Abbruch war ab diesem Punkt des Weges jederzeit möglich.
Wir entschieden uns für die lange Variante – selbe Strecke zurück, ohne Abkürzungen. Da brauchte man nur kurz kopfzurechnen – es würde spät werden.
 
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An diesem Tag sind wieder alle sehr stark gefahren und obwohl der Schlußanstieg auf die Rannach schon etwas in die Beine ging, gab es keinen nennenswerten Leistungsabfall zu beobachten, nur das Lächeln war teilweise nicht mehr so ganz geschmeidig.
Der Höchwirt, genauer das erhoffte Bier auf der Terrasse, gaben uns die nötige Motivation und so beendeten wir unsere Tour mit einer Abfahrt im Schein unserer Stirnlampen, ohne einen Regentropfen und mit gut 80 Kilometern und über 2000 Höhenmetern am Tacho.
 
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Etwas unüblich aber gewohnt unterhaltsam.
Danke an alle für den schönen Tag.

Axel

Fotos:
Josef Stoisser und Axel Berger
 


 
 

Ein Kommentar

  1. Hallo Axel,

    Wenn dein Bericht mit Fotos nicht fast gleich gut sind, wie die Tour selbst, so ist er jedenfalls eine wirklich gut gelungene und nette Erinnerung an eine außerordentlich schöne und erlebnisreiche Ausfahrt.

    Liebe Grüße an alle und ein herzliches Danke an Axel für die hervorragende Tourgestaltung und die detaillierte und humorvolle Nachbetrachtung.

    Harri

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