Schitouren am Hohen Atlas, Marokko, Februar 2017

Gemeinsam mit 13 anderen steirischen Naturfreunde-Bergsteigern besteigt Urban Schmidhofer aus Gratwein den 4167 Meter hohen Gipfel des Hohen Atlas in Marokko

Eine Grenzerfahrung stellte die Schitouren-Woche im Februar dieses Jahres für Urban Schmidhofer dar. Zwar waren die Wetterbedingungen insgesamt recht gut, problematisch waren allerdings die Temperaturen bis -24°C.

Zu den Temperaturproblemen kamen noch die kalten und nassen Bedingungen auf den Hütten und die topografische Anforderungen dazu. So brachte die durchwegs hohe Steilheit der Rinnen Urban nach eigener Aussage an die Grenze seiner körperlichen Leistungsfähigkeit. Und wer ihn kennt weiß, das er solche Unternehmungen immer gut vorbereitet und dabei sicherlich in sehr guter Form ist.

Die Woche startete mit einem Flug nach Marrakesch und einer 60 Kilometer langen Autofahrt hinauf auf 2495 Meter, wo das erste Mal genächtigt wurde. Dazwischen konnte die Stadt selbst und der Garten Anima des Künstlers Andre Heller besichtigt werden.
Zur Akklimatisation wurden in den nächsten Tagen von dort zwei Schitouren hinauf auf 3900 Meter gemacht.

Die nächste Hütte, die Toubkalhütte, lag bereits auf 3207 Meter Seehöhe und der Aufstieg dorthin dauerte etwa fünf Stunden, wobei das Gebäck mit Trägern und Tragtieren transportiert wurde.
30 Zentimeter am folgenden Schlechtwettertag sorgten dafür, das der Gipfel erst einen Tag später erfolgen konnte.

Danach stand noch eine Nord-Süd-Überquerung des Atlas-Hauptkammes am Programm. Auch diese Tour war ausgesprochen schwierig und dauerte immerhin sieben Stunden. Dabei waren 946 Bergauf-, 2435 Bergab-Höhenmeter und die Querung einer 40 Grad steilen Rinne direkt an der Scharte zu bewältigen.

Die Schwierigkeiten konnten aber gut überwunden werden und alle Teilnehmer kamen wieder gut in Graz an.
 

 

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