Der Weg zum staatlich geprüften Berg- und Schiführer

Die Berg- und Schiführer-Ausbildung ist die Königsklasse der alpinen Ausbildung in Österreich. Durch die Verknüpfung der Nationalen Bergführerverbände im Internationalen Verband (IVBV) liegt die Latte in der Ausbildung ganz weit oben.

Um an der Ausbildung teilnehmen zu können, wird den Aspiranten in einer dreitägigen Aufnahmeprüfung in den Bereichen Schifahren, Eis- und Eisklettern sowie dem Felsklettern ordentlich auf die Finger beziehungsweise Füße geschaut.

In den insgesamt zwölf Ausbildungswochen sind auf zwei Jahre aufgeteilt (21 Tage Berufspraxis sind in der Ausbildung zusätzlich zu absolvieren) und den Teilnehmern wird hier die ganze Palette des alpinen Bergsteigens in Theorie und Praxis vermittelt.

Die einzelnen Kursteile sind mit Abschlussprüfungen positiv zu absolvieren, damit an den jeweiligen weiterführenden Kursen teilgenommen werden kann.

Das dies mit einigem Prüfungsstress einher geht versteht sich natürlich von selbst. Dies soll natürlich nicht heißen, dass während des Kurses die Aspiranten nicht schon ausreichend in Ihrem Verhalten beurteilt werden … !

Nach zwölf Tagen Eiskurs in Chamonix, wo allen Teilnehmern nochmals alles in der Ausbildung Gelernte abverlangt wird, steht dann die kommissionelle Abschlussprüfung ins Haus.
Nach der bestanden Prüfung und der Autorisierung bei der zuständigen Wohnsitz- Bezirkshauptmannschaft ist man schließlich offiziell staatlich geprüfter Berg- und Schi-Führer mit allen seinen Rechten- und Pflichten.
 
 
Gregor Krenn – 2006