Kinder


Nach unten Erlebnis Berge – Mit den Augen der Kinder
Nach unten Soviel können Sie Ihren Kindern zumuten
 

Erlebnis Berge – Mit den Augen der Kinder

  • Gründliche Planung
  • Eine schöne Bergtour fängt im Wohnzimmer mit Wanderkarte, Wanderführer und Wetterbericht an. Richten Sie Route und Ziel immer an den Bedürfnissen der schwächsten Teilnehmer aus – und das sind (meist) die Kinder.

    Keine Zufälle!
    Pflichtübung: Der Wetterbericht. Vorsicht vor Gewittern und Kaltfronten – das Schönwetter unmittelbar davor ist trügerisch. Starke Winde verschlimmern die Kälte. Informationen dazu finden Sie in unserer Linksammlung.

  • Kinder lieben Abwechslung
  • Stundenlange Hatscher auf monotonen Forststraßen – Wege ganz ohne Abwechslung sind ebenso demotivierend wie zu schwierige. Entdecken Sie mit Ihren Kindern die Natur. Beobachten Sie Pflanzen und Tiere (Feldstecher und Vergrößerungsglas einpacken!). Oder ein Rindenschifferl schnitzen und den Bach runterfahren lassen. Pritscheln im Wasser ist sowieso immer ein Renner.

  • Kinder brauchen Zeit
  • Kinder ermüden bald, erholen sich aber auch wieder schnell. Die Hälfte der Wanderzeit sollten Sie daher den Pausen widmen. Zeit für Details
    Aber auch entlang des Weges brauchen Kinder Zeit für ihre Entdeckungen. Nutzen Sie diese Chance, wieder die Details der Natur zu sehen – der Weg ist das Ziel.

  • Volle Flasche
  • Kinder werden rasch durstig. Sie brauchen auch tatsächlich mehr Flüssigkeit als ein Erwachsener – etwa eineinhalb- bis zweimal soviel. Am besten eignen sich Früchtetee, stark verdünnte ungesüßte Säfte oder Wasser.
    Keine kohlensäurehaltigen Getränke.

  • Mut zur Umkehr
  • Der Abstieg wird oft unterbewertet. Müdigkeit und nachlassende Konzentration sind häufige Unfallursachen. Falscher Ehrgeiz nimmt Ihren Kindern den Spaß am Wandern.

  • Kleidung und Ausrüstung
  • Die Kleidung soll vor allem Schutz vor Schlechtwetter und Kälte bieten. Kinder müssen aber auch vor intensiver Sonnenbestrahlung geschützt werden (hoher Sonenschutzfaktor, Kappe, Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz). Leichtes, festes Schuhwerk mit guter Sohle ist für Kinder ebenso wichtig wie für Erwachsene.

  • Erfahrene Begleiter
  • Für Wanderungen mit Kindern sollten Sie über alpine Erfahrung verfügen – noch besser ist eine entsprechende Ausbildung. Unerfahrenheit und übermäßiger Ehrgeiz der Eltern sind die Hauptursache für Bergunfälle mit Kindern.

    Tipp
    Die Naturfreunde Österreich bieten zahlreiche alpine Ausbildungen und geführte Wanderungen an. Unser aktuelles Programm können Sie sich unter Über uns – Programm downloaden.

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Soviel können Sie Ihren Kindern zumuten

  • 0-2 Jahre
  • Kleinstkinder bis zum 2. Lebensjahr können problemlos auf kurzen Bergtourenmitgenommen werden. Die Atemwege sollten aber unbedingt frei sein (Druckausgleich!). Achten Sie vor allem auf ausreichenden Sonnen- und Kälteschutz.

      0 kg

    Kurze Wanderungen und Spaziergänge in der Rückentrage mit Kopfstütze oder im Kinderwagen.

  • 2-4 Jahre
  • Ab 3 Jahren zeigen Kleinkinder zunehmend Interesse an der Natur. Kurze Wanderungen mit vielen Pausen sind ideal. Sie brauchen ausreichend Zeit für spielerisches Erforschen der Natur – nicht nur in den Pausen! in ungefärlichem Gelände kann die erste „Trittsicherheit“ an der sicheren Hand der Eltern geübt werden.

      0 kg

    Kurze Wanderungen mit vielen Pausen.

  • 4-6 Jahre
  • Jetzt wird spielerisch die Koordination der eigenen Bewegung erlernt. Die Wanderungen auf leichten Wegen sollten nicht länger als einen halben Tag dauern und ausgiebige Spielphasen beinhalten.
    „Spielplätze“ sicher auswählen, weil Kinder in diesem Alter kaum Gefahrenbewusstsein besitzen.

    maximal 1 kg

    Halbtägige Wanderungen mit vielen Pausen, Zeit zum Spielen.

  • 6-9 Jahre
  • In diesem Alter wird der Familienausflug fad – die Schulkameraden werden wichtiger. Nehmen Sie doch einfach Freunde mit. Ihre Kids schätzen jetzt ein abentäuerliches Betätigungsfeld: Bergbäche zum Pritscheln oder Übungsfelsen (max. 1,5 Meter hoch!) zum Herumklettern. Sichern Sie, wenn nötig, mit der Hand.
    Theoretische Belehrungen bringen wenig.

    maximal 2 kg

    Maximal Tagestouren, noch kein vorausschauendes Gefahrenbewusstsein.

  • Ab 9 Jahre
  • Die Körperkraft nimmt zu und die Kinder lernen Gefahren vorauszusehen. Sie versuchen sich jetzt aufgrund des eigenen Gefahrenbewusstseins richtig zu verhalten und nicht deshalb, weil es befohlen oder verboten wird. Abgelenkt sein ist eine der häufigsten Unfallursachen.

      maximal 4 kg

    Längere Bergwanderungen, Beginn der (spielerischen) Alpinausbildung.

  • Ab 13 Jahre
  • Mit ca. 13 Jahren können sich Kinder auch über einen längeren Zeitraum konzentrieren und Gefahrenquellen abstrakt analysieren.

    maximal 6 kg

    Klettersteige, Kletterrouten, Firnfelder und Gletscherwanderungen möglich.

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